Gemeinsam Gallo Pinto in Dietges
Vorbereitungsseminar II „Leben und Arbeiten in Nicaragua“
vom 20.-24. Juni ’08 in Dietges
Ein Bericht von Hanna Jenne
Ein mehrtägiges Seminar, geleitet von ehemaligen Freiwilligen - was dient besser zur Vorbereitung für einen bevorstehenden Freiwilligendienst in Nicaragua? Sicherlich nichts, denn wo sonst lassen sich so viele persönliche Erfahrungsberichte, praktische Tipps und Tricks finden, wenn nicht in einer Runde von jungen Teamern, die selbst schon vor Ort in Nicaragua als Freiwillige mitgewirkt haben.
Kaum mit dem Bus in dem kleinen Dorf Dietges bei Fulda angekommen, schon werden wir, die zukünftigen Freiwilligen, auf unser Zurechtkommen in der Pampa - besser gesagt in der „Türkei“ :-) - geprüft, bis wir dann mit etwas Verspätung an den eigentlichen Ort des Seminars gelangen: eine gemütliche Blockhütte, umgeben von einem großen Rasengelände.Nach einer herzlichen Willkommensrunde, mehreren Kennenlernspielen und einer kurzen Kuchenstärkung, folgte der erste richtige Programmpunkt zum Thema „Nicaragua – Was ist das für ein Land?“. So lernten wir nicht nur die einzelnen Natur- und Klimaregionen des Landes kennen, sondern erfuhren gleichzeitig, wer von uns Freiwilligen wo und in welchem jeweiligen Projekt tätig sein wird.
Neben landeskundlichen Aspekten, wurde uns im Laufe der Seminartage vieles über die Geschichte und Politik Nicaraguas, über die Grundlagen der Entwicklungspolitik, die Rolle der Frau und über gesellschaftliche Problematiken, sowie über die nicaraguanische Kultur im Allgemeinen vermittelt. Und das alles auf völlig abwechslungsreiche Art und Weise: Mal konnten wir Vorträgen von Referenten lauschen, die unser Seminar besuchten, oder auch denen von unseren Teamern, mal fanden wir uns in Kleingruppen zusammen, um Kurzreferate oder kleine Inszenierungen einzustudieren, die wir dann später vor der ganzen Gruppe vortrugen. Als sehr interessant, erwiesen sich auch die Gesprächsrunden über Fragen, wie: Welche Rolle ist uns als Freiwilligen zuzuschreiben? Wie werden wir vor Ort gesehen? Was für ein Bild hat man hier zu Lande von Nicaragua und was erfährt man dort in den Medien über Deutschland, beziehungsweise Europa?
Natürlich durften in diesem Vorbereitungsseminar keinesfalls die typischen Attribute Nicaraguas fehlen und so wurden wir nicht nur einmal mit gallo pinto beglückt, die nicaraguanische Lyrik blieb uns auch nicht fremd und die Möglichkeit auf Reaggeton zu tanzen gab es an der Nica-Fete allemal. An spaßigen Momenten hat es neben allem informativen Seminarprogramm also nicht gemangelt und der Gordische Knoten wurde bald zum absoluten Gruppen-Highlight. Auch die gemütlichen Abendprogramme wie das Nica-Quiz, das Stockbrotgrillen oder das Musizieren mit Gitarre sorgten für eine schöne Atmosphäre und einen netten Tagesausklang.
Ich denke im Namen aller Teilnehmer sagen zu können, dass die Lust auf das Zwischenseminar in Nicaragua und vor allem die Vorfreude auf den Freiwilligendienst im „Land des gallo pinto“ durch dieses Vorbereitungsseminar auf alle Fälle geweckt wurde!
